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Expertenstimmen

Zeitarbeit: Krise wird milder

Abwärtstrend verlangsamt sich - 35.000 offene Stellen - IW-Zeitarbeitsindex

BZA 07.05.2009 // Im März 2009 lag die Zahl der Zeitarbeitnehmer in Deutschland bei rund 520.000. Dies ergab die Hochrechnung der Ergebnisse aus der April- Befragung des IW-Zeitarbeitsindex im Auftrag des Bundesverbands Zeitarbeit Personal-Dienstleistungen e.V. (BZA). Damit beschäftigten die Unternehmen der Branche knapp 26.000 Zeitarbeiter weniger als im Vormonat, was einem Rückgang von 4,8 Prozent entspricht. Der Anteil der Zeitarbeiternehmer an allen Erwerbstätigen lag damit im März bei 1,3 Prozent.

BZA-Hauptgeschäftsführer Ludger Hinsen erklärt zu den Zahlen: "Die Abwärtsdynamik der letzten Monate scheint sich deutlich zu verlangsamen. In einigen Regionen, wie Berlin-Brandenburg und Weser-Ems, ist die Zahl der Zeitarbeitnehmer im März sogar stabil geblieben. Wie zweigeteilt die Marktlage ist, zeigt auch die Zahl der 35.000 gemeldeten offenen Zeitarbeitstellen, die bis Ende März nicht besetzt werden konnten. Dahinter dürften vor allem Akademiker, Facharbeiter und Spezialisten stehen, die nach wie vor händeringend gesucht werden - besonders Ingenieure, Techniker oder Mitarbeiter im Gesundheitsbereich."

Im Vergleich zum Vorjahresmonat beträgt der Rückgang der Zeitarbeitnehmer rund 32 Prozent oder etwa 214.000 Beschäftigte (Mitarbeiter im März 2008: 734.000 Zeitarbeiternehmer). Der Rückgang der Beschäftigtenzahl ist jedoch nicht gleichzusetzen mit "Entlassungen" - vielmehr stehen dahinter auch Arbeitsverhältnisse, die nicht verlängert worden sind, und Beschäftigte, die von einem Kundenunternehmen übernommen wurden.

Der BZA (www.bza.de ) ist der seit mehr als dreißig Jahren etablierte Arbeitgeber- und Unternehmensverband von konzessionierten Zeitarbeitunternehmen mit über 2.200 Mitgliedsbetrieben. In ihm haben sich Zeitarbeitunternehmen zusammengeschlossen, die die Entwicklung der Branche entscheidend und positiv mitbestimmen wollen. Mit seiner langjährigen Erfahrung schafft der Verband Sicherheit und Vertrauen, wovon nicht nur die Mitgliedsunternehmen selbst, sondern auch die Mitarbeiter und Kundenbetriebe profitieren.

 

 

Zeitarbeit: 35.000 Fachkräfte dringend gesucht

Lünendonk-Liste 2009 - BZA sieht zweigeteilten Zeitarbeitsmarkt

Insgesamt hat sich jedoch der Abwärtstrend der letzten Monate nun deutlich verlangsamt. In einigen Regionen, wie Magdeburg, Weser-Ems und Spessart-Tauber ist die Zahl der Zeitarbeitnehmer im April sogar leicht gestiegen."

Hinsen weiter: "Wie zweigeteilt die Marktlage ist, zeigt auch die Zahl der 35.000 gemeldeten offenen Zeitarbeitstellen, die bis Ende März nicht besetzt werden konnten. Dahinter dürften vor allem Akademiker, Facharbeiter und Spezialisten stehen, die nach wie vor dringend gesucht werden - besonders Ingenieure, Techniker oder Mitarbeiter im Gesundheitsbereich. Die gesamte Entwicklung ist extrem gespalten: Während vor allem im Automobilbau und der Metall- und Elektroindustrie Aufträge weggebrochen sind, entwickeln sich der Dienstleistungsbereich, kaufmännische Berufe und das Gesundheitswesen stabil weiter. In den offenen Stellen kommt auch der Bedarf an höherwertigen Qualifikationen zum Ausdruck - ein krisenunabhängiger Zukunftstrend, der für die Zeitarbeit eine Chance darstellt."