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Aktuelle Lage der Branche

Die Entwicklung seit September 2008 sieht im Vergleich mit dem Vorjahr wie folgt aus!

Die Zeitarbeit (oder auch Arbeitnehmerüberlassung) ist eine der wenigen Wachstumsbranchen in Deutschland und hat sich in den letzten 40 Jahren zu einem wichtigen Wirtschaftsfaktor entwickelt.

Entgegen vieler anderer Entwicklungen werden in diesem Bereich konsequent und kontinuierlich Arbeitsplätze geschaffen. Insbesondere die Marktführer der Branche weisen hohe Wachstumsraten von 15-20 Prozent pro Jahr auf.

Leider ist die seit Ende 2008 herrschende Wirtschaftskrise auch nicht spurlos an den Zeitarbeitsunternehmen vorüber gezogen.

Besonders betroffen von der Krise sind die großen Automobilstandorte. Dies zeigt sich allein schon bei der Entwicklung der Zeitarbeiter im Februar. In dem Drittel mit der schlechtesten Entwicklung gegenüber Januar befinden sich allein fünf Regionen, in denen Hauptstandorte oder große Fertigungen sowie Zulieferer von BMW, Volkswagen und Co. ansässig sind (Hannover/Braunschweig, Köln, Landshut/Ingolstadt, Ostbayern und

Chemnitz/Zwickau). Dagegen zeigen sich die eher strukturschwachen Regionen, wie Berlin oder Magdeburg, oder Regionen mit einer großen Dienstleistungsbranche, wie Frankfurt am Main, als stabil. Dienstleistungen, kaufmännische Berufe und Personal im Gesundheitsbereich stehen somit auch für die Segmente, die weiterhin gefragt sind und sich relativ gut entwickeln.

Da nun jedoch wieder die warmen Monate vor der Tür stehen (saisonaler Effekt), die Konjunkturpakete der Bundesregierung zum Teil ihre positive Wirkung entfalten können (siehe Abwrackprämie) und viele große Unternehmen gleich die überwiegende Zahl ihrer Zeitarbeiter in einem Rutsch entlassen haben, dürfte der Abwärtstrend insgesamt deutlich an Dynamik verlieren. Ob damit schon die Talsohle erreicht ist, werden die nächsten zwei bis drei Monate zeigen. Immerhin befindet sich der Zeitarbeitsmarkt im Februar, bezogen auf die Zahl der Arbeitnehmer, auf dem Stand von Mai 2006.

So befindet sich seit Oktober 2008, also etwa zu dem Zeitpunkt als die Finanzkrise auch die Realwirtschaft erreicht hat, auch der Zeitarbeitsmarkt im Sinkflug. Vor allem die starken Einbrüche bei den Auftragseingängen im verarbeitenden Gewerbe haben dafür gesorgt, dass es seit diesem Zeitpunkt weit über 200.000 Zeitarbeiter weniger gibt. Diese Zahl bedeutet jedoch nicht nur „Entlassungen", dahinter stehen auch Arbeitsverhältnisse, die nicht verlängert worden sind, und Beschäftigte, die von Kundenunternehmen übernommen worden sind. Im Februar 2009 hatten somit nur noch rund 546.000 Beschäftige ein Arbeitsverhältnis mit einer Zeitarbeitsfirma, das sind sechs Prozent weniger als im Januar 2009 und 24,2 Prozent weniger als im Februar 2008. Im September2008 gab es dagegen noch knapp 800.000 Beschäftigte in der Branche.